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Sehenswerte TV-Dokumentation über die Forensik wird wiederholt

Ich habe vor einiger Zeit hier schon auf die TV-Doku „Restrisiko“ hingewiesen, in der ein tiefer Einblick in die Forensische Psychiatrie in Eickelborn (NRW) gegeben wird. Die Filmemacherinnen sind offenbar unvoreingenommen an das schwierige Thema herangegangen. Patienten und Angehörige werden ausführlich interviewt, die Kamera macht einen Rundgang über das Klinikgelände und in einige Innenräume, auch die Klinik-Chefin kommt zu Wort.

Die beiden Autorinnen bekommen nun am 4. April den renommierten Grimme-Preis verliehen, sehr zu Recht, wie ich meine. Aus diesem Anlass wird der Film im TV-Sender BR-alpha wiederholt, und zwar am Sonntag, 6. April 2014, um 22:15 Uhr.

TV-Tipp: „Restrisiko“ über das Leben in der Forensik

Donnerstag, 13. Feb. 2014, 23:15 im WDR-TV:

Dokumentarfilm „Restrisiko“ über das Leben in der Forensischen Psychiatrie

Aus dem Ankündigungstext der ARD:
Sie haben die abscheulichsten Verbrechen begangen: Mord, schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, Vergewaltigung. Von der Gesellschaft weggesperrt, fristen die Straftäter ihr neues Dasein im Maßregelvollzug — meist lebenslang. Hinter den grausamen Taten verbergen sich krankhafte seelische Störungen wie Schizophrenie, massive Persönlichkeitsstörungen oder sexuelle Orientierungsstörungen, die es zu therapieren gilt. Mit wenigen persönlichen Habseligkeiten um sich herum, mit Goldfischen im Hofteich und Geranien vor den vergitterten Fenstern, versuchen die Gefangenen so normal zu leben wie es unter diesen Umständen geht.
Noch nie zuvor konnte ein Filmteam sich wochenlang in einer Einrichtung des Maßregelvollzugs aufhalten, um dort den Alltag zu beobachten und zu dokumentieren. [mehr]

Zum selben Film ein Hinweis in Spiegel online:

TV-Doku über Maßregelvollzug: Das kleine Glück der Mörder

Die TV-Dokumentation „Restrisiko“ steigt tief in die Welt von Mördern und Vergewaltigern ein, die im Maßregelvollzug mit ihrem inneren Monster Frieden zu schließen versuchen. Ein kluger, verstörender Film über Anomalie und Alltag. Und eine Zumutung. [mehr]

TV- und Hörfunk-Tipps (Bayerischer Rundfunk)

Hörfunkprogramm Bayern 5, jeden Sonntag: „Der Funkstreifzug“ um 9:15 Uhr, Wiederholung um 12:15 Uhr, Dauer jeweils 15 Minuten. Eine kritische Sendung, die jede Woche einen anderen Missstand aufs Korn nimmt.
Das Thema am 9. 2.:  Black Box Psychiatrie — Patienten in Fesseln.
Mehr Infos zur Sendung unter: http://www.br.de/radio/b5-aktuell/sendungen/der-funkstreifzug/psychiatrie-transparenz-fixierung-missbrauch-100.html.

Und wenn man dort etwas herunterscrollt, findet man einen Kasten mit der Überschrift „Programmhinweise: Psychiatrie in Bayern“ mit Hinweisen auf weitere Sendungen zum Thema im Bayerischen Fernsehen und Hörfunk, die in der kommenden Woche anstehen.

Auf der Website des BR kann der „Funkstreifzug“ auch als Podcast heruntergeladen werden (allerdings erst nach den Sendeterminen!).

„Über die Hälfte gehört nicht in die Psychiatrie“

Massive Kritik am Unterbringungsrecht und an der Praxis der Unterbringung, insbesondere in der Forensischen Psychiatrie,  wurde am Montag, 4. Februar, bei einer Podiumsdiskussion in der Uni Regensburg von namhaften Juristen geübt.
Auf dem Podium saßen Professor Tonio Walter, der Landtagsabgeordnete Franz Schindler (SPD) und der Strafrechtler Dr. Jan Bockemühl. Lesen Sie weiter im Bericht  von regensburg-digital.de