Archiv des Autors: Rudolf Winzen

Über Rudolf Winzen

Autor des Buchs „Wegweiser Rechtliche Betreuung“ (erscheint im Winter 2016/17), Inhaber des ZENIT Verlags, Mitbegründer der Freien Beschwerde- und Beratungsstelle KOMPASS, München.

TV-Tipp: „Restrisiko“ über das Leben in der Forensik

Donnerstag, 13. Feb. 2014, 23:15 im WDR-TV:

Dokumentarfilm „Restrisiko“ über das Leben in der Forensischen Psychiatrie

Aus dem Ankündigungstext der ARD:
Sie haben die abscheulichsten Verbrechen begangen: Mord, schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, Vergewaltigung. Von der Gesellschaft weggesperrt, fristen die Straftäter ihr neues Dasein im Maßregelvollzug — meist lebenslang. Hinter den grausamen Taten verbergen sich krankhafte seelische Störungen wie Schizophrenie, massive Persönlichkeitsstörungen oder sexuelle Orientierungsstörungen, die es zu therapieren gilt. Mit wenigen persönlichen Habseligkeiten um sich herum, mit Goldfischen im Hofteich und Geranien vor den vergitterten Fenstern, versuchen die Gefangenen so normal zu leben wie es unter diesen Umständen geht.
Noch nie zuvor konnte ein Filmteam sich wochenlang in einer Einrichtung des Maßregelvollzugs aufhalten, um dort den Alltag zu beobachten und zu dokumentieren. [mehr]

Zum selben Film ein Hinweis in Spiegel online:

TV-Doku über Maßregelvollzug: Das kleine Glück der Mörder

Die TV-Dokumentation „Restrisiko“ steigt tief in die Welt von Mördern und Vergewaltigern ein, die im Maßregelvollzug mit ihrem inneren Monster Frieden zu schließen versuchen. Ein kluger, verstörender Film über Anomalie und Alltag. Und eine Zumutung. [mehr]

TV- und Hörfunk-Tipps (Bayerischer Rundfunk)

Hörfunkprogramm Bayern 5, jeden Sonntag: „Der Funkstreifzug“ um 9:15 Uhr, Wiederholung um 12:15 Uhr, Dauer jeweils 15 Minuten. Eine kritische Sendung, die jede Woche einen anderen Missstand aufs Korn nimmt.
Das Thema am 9. 2.:  Black Box Psychiatrie — Patienten in Fesseln.
Mehr Infos zur Sendung unter: http://www.br.de/radio/b5-aktuell/sendungen/der-funkstreifzug/psychiatrie-transparenz-fixierung-missbrauch-100.html.

Und wenn man dort etwas herunterscrollt, findet man einen Kasten mit der Überschrift „Programmhinweise: Psychiatrie in Bayern“ mit Hinweisen auf weitere Sendungen zum Thema im Bayerischen Fernsehen und Hörfunk, die in der kommenden Woche anstehen.

Auf der Website des BR kann der „Funkstreifzug“ auch als Podcast heruntergeladen werden (allerdings erst nach den Sendeterminen!).

Gerichte geben Gutachtern häufig Tendenzen vor

Manche Gerichte nehmen gerne solche medinizischen oder psychologischen Gutachter her, die „bequem“ sind, sprich: Gutachter, die ausgesprochene oder auch nur angedeutete Wünsche des Richters erfüllen. Dies ist eine der ernüchternden Erkenntnisse, die im Rahmen einer Doktorarbeit an der Ludwig-Maximilians-Universität München gewonnen wurden. Darüber wird in allgemeinverständlicher Form in der Süddeutschen Zeitung berichtet, die sich auf einen ausführlicheren und mit einigen Statistiken versehenen Artikel im Deutschen Ärzteblatt beruft.

„Über die Hälfte gehört nicht in die Psychiatrie“

Massive Kritik am Unterbringungsrecht und an der Praxis der Unterbringung, insbesondere in der Forensischen Psychiatrie,  wurde am Montag, 4. Februar, bei einer Podiumsdiskussion in der Uni Regensburg von namhaften Juristen geübt.
Auf dem Podium saßen Professor Tonio Walter, der Landtagsabgeordnete Franz Schindler (SPD) und der Strafrechtler Dr. Jan Bockemühl. Lesen Sie weiter im Bericht  von regensburg-digital.de
Rudolf Winzen

Willkommen auf meinem Blog!

Die Forensische Psychiatrie muss grundlegend und radikal reformiert werden. Das hat sich zuletzt beispielhaft an dem unfassbar skandalösen Fall Mollath gezeigt, es zeigt sich aber auch an zahlreichen Beschwerden, die meine Kollegen und mich in unserer Münchener Beschwerde- und Beratungsstelle KOMPASS erreichen, die wir 2005 gegründet haben.

In diesem Blog werde ich nicht bloß auf Missstände hinweisen — sondern auch auf Verbesserungsvorschläge, die von Betroffenen, Angehörigen oder kritischen Fachleuten kommen. Kritik darf und muss sein, wenn nötig auch scharfe Kritik, sie sollte aber immer konstruktiv sein, soweit möglich.

Wichtig ist mir, hier im Blog den kritischen Blick vor allem auf die Strukturen der Psychiatrie zu richten und nicht bloß Übergriffe oder Fehler einzelner Mitarbeiter aufzuzeigen.

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Ihr Rudolf Winzen

Wenn Sie mir schreiben wollen:   wegweiser@zenit-verlag.de